siegen

siegen

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sie|gen ['zi:gn̩] <itr.; hat:
einen Sieg erringen:
unsere Mannschaft hat diesmal gesiegt; die Vernunft siegte bei ihm über das Gefühl.
Syn.: sich behaupten (geh.), die Oberhand gewinnen, sich durchsetzen, gewinnen, triumphieren.
Zus.: besiegen.

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sie|gen 〈V. intr.; hateinen Kampf, Wettkampf, Wettbewerb, Spiel gewinnen, einen Sieg erringen ● die Vernunft siegte; wir haben 3:2 gesiegt; im Kampf, Zweikampf, Wettkampf \siegen; nach Punkten \siegen; über jmdn. \siegen; sein Mitleid siegte über seinen Zorn

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sie|gen <sw. V.; hat [mhd. sigen, ahd. in: ubarsiginōn, zu Sieg]:
als Sieger[in], Gewinner[in] aus einem Kampf, einer Auseinandersetzung, einem Wettstreit o. Ä. hervorgehen; einen Sieg erringen:
in der Schlacht, im sportlichen Wettkampf s.;
über jmdn. s.;
die Volkspartei hat gesiegt (die Wahl gewonnen);
unsere Mannschaft hat [hoch, knapp, mit 2: 0] gesiegt (gewonnen);
Ü die Wahrheit wird am Ende s.;
R Frechheit siegt (ugs.; mit Dreistigkeit setzt man sich durch, erreicht man sein Ziel).

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I
Siegen
 
[nach der Stadt Siegen] das, -(s), Siegenien [-'njɛ̃], Siegenium, Geologie: Stufe des Devon.
 
II
Siegen,
 
Kreisstadt des Kreises Siegen-Wittgenstein, Nordrhein-Westfalen, Mittelpunkt des Siegerlandes, 215-500 m über dem Meeresspiegel, an der Sieg, 111 000 Einwohner; Universitätsgesamthochschule (seit 1972), Technologiezentrum, Siegerlandmuseum; wirtschaftliches Zentrum des oberen Siegtales: Blechverarbeitung, Herstellung von Großwerkzeugen, Maschinen und Armaturen, Walzenguss, Stahl- und Leichtmetallbau, Firmen für Computer- und Bürotechnik, Elektro- und Lederindustrie, Brauerei.
 
 
Die evangelische Martinikirche (im Kern 12. Jahrhundert, 1511-17 umgebaut) ist die älteste Pfarrkirche der Stadt. Von Vorgängerbauten sind durch Grabung 1958-60 Reste eines Mosaikfußbodens (10. Jahrhundert) freigelegt worden. Die evangelische Nikolaikirche (2. Hälfte 13. Jahrhundert) ist ein Zentralbau mit doppelgeschossigem Umgang und Hallenchor sowie einem mächtigen Westturm; die katholische Pfarrkirche Sankt Marien, begonnen 1702 als Jesuitenkirche Mariä Himmelfahrt, wurde 1729 geweiht. Im Oberen Schloss (vor 1224 begonnen, umgebaut 16.-18. Jahrhundert) befindet sich seit 1905 das Siegerland-Museum (u. a. Gemälde des 1577 in Siegen geborenen P. P. Rubens); Unteres Schloss (1698-1714) mit der bereits 1669 errichteten Fürstengruft.
 
 
Siegen, 1089 erstmals urkundlich bezeugt, wurde um 1170 als Civitas bezeichnet. Der im Mündungswinkel von Weiß und Sieg gelegenen Siedlung wurde bis 1224 eine neue Stadt auf dem Siegberg zur Seite gestellt; die Doppelsiedlung erhielt 1303 Soester Stadtrecht. Die Stadt stand (seit 1224) unter der Doppelherrschaft der Grafen von Nassau und der Erzbischöfe von Köln. Seit 1421 unter der Alleinherrschaft von Nassau, war Siegen ab 1607 Sitz von deren Zweig Nassau-Siegen, kam 1743-1815 an Oranien-Nassau, unterbrochen 1806-13 durch die Zugehörigkeit zum Großherzogtum Berg. 1815 fiel Siegen an Preußen. Seit dem Mittelalter war es durch das Eisengewerbe bedeutend. 1975 Zusammenschluss mit den Städten Eiserfeld und Hüttental.
 
 
H. Eichenauer: Die Auswirkungen der kommunalen Gebietsreform auf das Zentrensystem am Beispiel des Oberzentrums S. u. seines Versorgungsbereichs im Dreiländereck NRW, Rheinl.-Pf. u. Hessen, in: Westfäl. Forsch., Bd. 41 (1991).
 
III
Siegen,
 
Ludwig von, Kupferstecher, getauft Köln 2. 5. 1609, ✝ Wolfenbüttel 1680; verwendete als Erster für seine Porträts (ab 1642) die Schabkunsttechnik. Siegen schuf auch Modelle für Münzen und Medaillen.
 

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sie|gen <sw. V.; hat [mhd. sigen, ahd. in: ubarsiginōn, zu ↑Sieg]: als Sieger, Gewinner aus einem Kampf, einer Auseinandersetzung, einem Wettstreit o. Ä. hervorgehen; einen Sieg erringen: im Kampf, im Krieg, in der Schlacht, im Streit, im sportlichen Wettkampf s.; über jmdn. s.; die Volkspartei hat gesiegt (die Wahl gewonnen); unsere Mannschaft hat [hoch, knapp, mit 2 : 0] gesiegt (gewonnen); Ü die Wahrheit wird am Ende s.; Das Geld hat gesiegt, denke ich, wie immer (Remarque, Obelisk 86); schließlich siegte bei ihr doch das Gefühl über den Verstand; wann siegt endlich einmal die Vernunft?; das war die siegende Idealität der Musik, der Kunst, des menschlichen Gemüts (Th. Mann, Zauberberg 896); R Frechheit siegt (ugs.; mit Dreistigkeit setzt man sich durch, erreicht man sein Ziel).

Universal-Lexikon. 2012.


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